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Zum Ende der Seite springen Gibt es beim Musikgeschmack so etwas wie "Altersmilde"?  
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Tarantoga Tarantoga ist männlich
Crises


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Gibt es beim Musikgeschmack so etwas wie "Altersmilde"? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Als Altersmilde wird ja die häufig zu beobachtende Entwicklung bezeichnet, mit fortschreitendem Alter alles ein bisschen gelassener, entspannter und freundlicher zu betrachten.

Dinge, über die man sich mit 30 noch endlos aufregen konnte, erscheinen einem im Nachhinein als vertane Liebesmüh. Auch der brennende Wunsch, anderen zu "beweisen", dass die eigene Lieblingsband die Beste ever, ever, ever ... ist, lässt zum Glück irgendwann nach.

Und auch der Musikgeschmack ingesamt ändert sich häufig, oder man findet mit zunehmenden Alter plötzlich auch Musik akzeptabel, bei man früher vielleicht nur genervt die Augen verdreht hätte.

Ich beobachte bei mir zum Beispiel, dass der Trend eindeutig mehr zu harmonischeren, manchmal leiseren und ab und zu sogar zu mehr "gefälligen" (OMG!) Musikstilen geht.

Während ich früher - abgesehen von Oldfield - fast nur ProgRock oder Jazz gehört habe, finden sich heute ganz oft irische oder schottische Liedermacher, Gitarristen und Sänger in meinen Playlists.

Wie entwickelt sich euer Musikgeschmack mit zunehmendem Alter? Ist das der Anfang vom Ende? Treffen wir uns in ein paar Jahren alle bei einem Konzert von Andrea Berg? geschockt Augenzwinkern

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06.09.2017 11:04 Tarantoga ist offline E-Mail an Tarantoga senden Homepage von Tarantoga Beiträge von Tarantoga suchen Nehmen Sie Tarantoga in Ihre Freundesliste auf
Tina Tina ist weiblich
Two dark eyes :-)


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RE: Gibt es beim Musikgeschmack so etwas wie "Altersmilde"? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Das ist eine interessante Frage!
Ich beobachte bei mir ähnliche Tendenzen: immer noch viel und gerne hartes Zeug, aber bitte nichts richtig "schwieriges" mehr.
ProgRock mochte ich zwar noch nie ausgewiesen gerne, konnte mich aber vor Jahren ab und zu mal drauf einlassen, das mag ich gar nicht mehr, da fehlt mir echt die Geduld.

Lustigerweise ist das beim Lesen genau andersrum: Bücher, die ich mit 30 nicht mit der Feuerzange angefasst hätte wg. zuviel Schwere und Tiefgang, kann ich heute mit der gleichen Begeisterung lesen wie einen meiner geliebten Landhausromane. großes Grinsen

Wenn ich je zu Andrea Berg möchte, soll mir bitte jemand ein Kissen ins Gesicht drücken, dann ist es ja wohl vorbei, oder? geschockt

Wobei...neulich war im Altenheim gegenüber Sommerfest. Ratet, was es an Musik gab? Freddy Quinn, Hans Albers, Schlager der 60er. Uns brachte das ein wenig ins Grübeln: diese Musik wurde doch schon in den Altenheimen unserer Kindheit gespielt? Gehört das dazu? Sitzen da seit 40 Jahren Akkordeonzombies, die nichts anderes können? Darf ich mir später, wenn ich da selber im Publikum sitze, mal was von Linkin Park wünschen? Oder will ich dann selbst Freddy Quinn hören? Fragen über Fragen! lol2
06.09.2017 11:24 Tina ist offline Beiträge von Tina suchen Nehmen Sie Tina in Ihre Freundesliste auf
ralle ralle ist männlich
Amarok


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Das ist eine Frage, die ich mir schon oft gestellt habe großes Grinsen großes Grinsen

Ein Beispiel: Bei meinen Eltern läuft in der Küche immer das Radio. Es wird morgens angestellt und abends, kurz vor dem Zubettgehen, ausgestellt. Als ich Kind war, lief dort immer NDR 2. Später dann wurde zu NDR 1 gewechselt und ich habe mich oft gefragt, wann der Zeitpunkt im Leben ist, an dem man diesen Senderwechsel vollzieht.

Nun merke ich an mir selbst, dass ich im Auto öfter mal NDR 1 höre, weil dort Musik läuft, die nicht in Dauerschleife bei den eher "jugendlichen" Sendern läuft

großes Grinsen Augenzwinkern
06.09.2017 11:41 ralle ist offline E-Mail an ralle senden Beiträge von ralle suchen Nehmen Sie ralle in Ihre Freundesliste auf
Tarantoga Tarantoga ist männlich
Crises


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RE: Gibt es beim Musikgeschmack so etwas wie "Altersmilde"? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

... Akkordeonzombies!!! lol2 Sehr gut Daumen hoch

Vielleicht ist das jetzt auch schon wieder Altermilde, aber ich muss mal eine Lanze für die Akkordeonzombies brechen.

Es gibt schon richtig gute Akkordeonspieler, die auf diesem so oft malträtierten Instrument auch richtig gute Musik machen.

Tina, ein kleiner Trost: Linkin Park ...

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06.09.2017 11:42 Tarantoga ist offline E-Mail an Tarantoga senden Homepage von Tarantoga Beiträge von Tarantoga suchen Nehmen Sie Tarantoga in Ihre Freundesliste auf
XTW
Five Miles Out


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Ich hatte früher immer die Befürchtung, dass ich mit 50 Cordhosen trage und Volksmusik höre, was sich zum Glück nicht bewahrheitet hat. großes Grinsen

Mein Muskgeschmack ist seit Jahrzehnten überwiegend konstant geblieben, in den vergangenenen Jahren vielleicht ein wenig härter in Richtung Symphonic Metal.
06.09.2017 11:50 XTW ist offline Beiträge von XTW suchen Nehmen Sie XTW in Ihre Freundesliste auf
Tina Tina ist weiblich
Two dark eyes :-)


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Zitat:
Ich hatte früher immer die Befürchtung, dass ich mit 50 Cordhosen trage und Volksmusik höre, was sich zum Glück nicht bewahrheitet hat.


Naja, Cordhosen sind aber auch einfach schwer zu bekommen heutzutage...! großes Grinsen
Und Volksmusik? Nunja, ich höre gerne Santiano, das ist doch auch irgendwie...äh...oder nicht? Pfeifen

Zitat:
Tina, ein kleiner Trost

geschockt geschockt geschockt - das war kein Trost, oh nein!

ralle, das mit den Musiksendern war bei meiner Mutter genauso...dafür höre ich mittlerweile ganz gerne mal NDR2, weil ich den Einheitsbrei auf einigen anderen Sendern so gruselig finde.
06.09.2017 12:06 Tina ist offline Beiträge von Tina suchen Nehmen Sie Tina in Ihre Freundesliste auf
Altfeld Altfeld ist männlich
Crises


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1. Zum Begriff "Akkordeon-Zombies": am vorletzten Sonntag war ich in München in der Fußgängerzone, und da spielte ein Alleinunterhalter, ein Pole oder Ukrainer glaube ich, ca. 60 Jahre alt, aber der spielte nicht das übliche Zeugs, das ich erwartete, sondern Eingenkompositionen (habe ihn gefragt), und das klang stellenweise sphärisch und spacy, das war sowas von gut, fast "Jarre-esque". Ich war beeindruckt, was man auch aus einem scheinbar langweiligen Akkordeon (zumindest in meinen Ohren) rausholen kann, wenn man es denn kann.

2. In den 80-ern und 90-ern liefen in Sendern wie BR1 und Radio Arabella die Grotten-Lieder der 50-er und 60-er (vor allem auch noch die unhörbaren deutschen). Mittlerweile ertappe ich mich selber, wie ich im Auto genau diese Sender einstelle, weil da mittlerweile die (guten) Hits der 70-er und 80-er laufen, mit denen ich selber aufgewachsen bin. Ich warte nur darauf, bis in 10-15 Jahren genau in diesen vermeintlichen Langweiler-Sendern die ersten Techno-Hits der frühen 90-er laufen großes Grinsen

Zur Ausgangsfrage: ja, ich glaube, es gibt so etwas wie Altersmilde beim Musikgeschmack. Vielleicht ist es aber nur die Erinnerung an die eigene Jugend...

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Konnte dem Meister auf die Finger schauen am 26.10.1984, 22.03.1993, 21.06.1999, 21.07.1999, 07.12.2006.
06.09.2017 12:14 Altfeld ist offline E-Mail an Altfeld senden Beiträge von Altfeld suchen Nehmen Sie Altfeld in Ihre Freundesliste auf
ralle ralle ist männlich
Amarok


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Zitat:
Original von Altfeld

2. In den 80-ern und 90-ern liefen in Sendern wie BR1 und Radio Arabella die Grotten-Lieder der 50-er und 60-er (vor allem auch noch die unhörbaren deutschen). Mittlerweile ertappe ich mich selber, wie ich im Auto genau diese Sender einstelle, weil da mittlerweile die (guten) Hits der 70-er und 80-er laufen, mit denen ich selber aufgewachsen bin.


Genauso geht es mir auch Daumen hoch

Zu den Akkordeonzombies: Ich erinnere mich noch, wie meine Mutter früher mal eine Schallplatte von den "Kirmesmusikanten" hatte... Gruselig...

Aber ein Akkordeon kann auch sehr gut eingesetzt werden. z.B. beim Folkpunk, Hillbilly oder dieser Gypsy-Americana-Bewegung (oder wie man sowas bezeichnet).
06.09.2017 12:30 ralle ist offline E-Mail an ralle senden Beiträge von ralle suchen Nehmen Sie ralle in Ihre Freundesliste auf
Shadow on the Wall Shadow on the Wall ist männlich
Platinum


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Ich kann da bei mir keinerlei Veränderung im Grundkonzept feststellen. Alles, was ich heute noch höre, war schon zu meiner Teenagerzeit vorhanden. Ausgenommen natürlich Bands/Musiker, die erst ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Logischerweise. großes Grinsen

Aber irgendeine Metamorphose zu einem anderen Menschen? Neee. Musikgeschmack ist für mich ein Ausdruck meiner Persönlichkeit. Und warum sollte sich die mit dem Alter verändern?

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Mit meinen Worten schaff' ich Fesseln härter als Metall.
06.09.2017 13:47 Shadow on the Wall ist offline E-Mail an Shadow on the Wall senden Beiträge von Shadow on the Wall suchen Nehmen Sie Shadow on the Wall in Ihre Freundesliste auf
ralle ralle ist männlich
Amarok


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Zitat:
Original von Shadow on the Wall
Musikgeschmack ist für mich ein Ausdruck meiner Persönlichkeit. Und warum sollte sich die mit dem Alter verändern?


Vielleicht wird der (Musik-)Geschmack mit den Jahren breiter?

Menschen verändern sich ja auch insgesamt mit den Jahren, auch von der Persönlichkeit her.
06.09.2017 14:03 ralle ist offline E-Mail an ralle senden Beiträge von ralle suchen Nehmen Sie ralle in Ihre Freundesliste auf
Shadow on the Wall Shadow on the Wall ist männlich
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Vielleicht gehe ich da ja nur zu sehr von mir selbst aus? verwirrt

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06.09.2017 14:09 Shadow on the Wall ist offline E-Mail an Shadow on the Wall senden Beiträge von Shadow on the Wall suchen Nehmen Sie Shadow on the Wall in Ihre Freundesliste auf
Peter Peter ist männlich
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Zitat:
Original von Altfeld

2. In den 80-ern und 90-ern liefen in Sendern wie BR1 und Radio Arabella die Grotten-Lieder der 50-er und 60-er (vor allem auch noch die unhörbaren deutschen). Mittlerweile ertappe ich mich selber, wie ich im Auto genau diese Sender einstelle, weil da mittlerweile die (guten) Hits der 70-er und 80-er laufen, mit denen ich selber aufgewachsen bin. Ich warte nur darauf, bis in 10-15 Jahren genau in diesen vermeintlichen Langweiler-Sendern die ersten Techno-Hits der frühen 90-er laufen großes Grinsen



Läuft doch schon auf Bayern 1 - ja, ich oute mich, dass ich neben Radio Top FM (Landkreis FFB, spielt aber ähnliches wie Bayern 1, nur etwas rockiger teilweise), fast nur noch, wenn ich Radio höre, Bayern 1 an habe - den Sender meiner Eltern.
Damals (in den 80ern) gab es am Abend so furchtbare Dinge wie "Ein Abend in der Stub'n...", heute läuft um die gleiche Zeit AC/DC, Linkin Park etc.
Und heute früh wurde ich von Bayern 1 mit "Rhythm is a dancer" von Snap geweckt...
jedenfalls spielt Bayern 1 nicht dauernd dieses Gejammere, wie man es auf Bayern 3 hört... (Wenn man mir in den 80ern mal gesagt hätte, dass ich eine solche Aussage treffen würde).

Aber auch bei mir zum Thema:
Ich falle ja auch schon teilweise in die Schlager-/Volksmusikecke, denn ich erwärme mich sehr für Santiano, Oonagh und wie diese Projekte alle heißen.

Und ja, gerade gestern habe ich mir in einem Second Hand Laden einige Uralt-Ausgaben der "Club Top 13" Reihe geholt (1977 / 197cool geholt, und ja, ich habe bei dem "Im Wagen vor mir..." mitgesungen und gedacht, dass das halt noch Musik war... und die Welt noch in Ordnung...
06.09.2017 15:24 Peter ist offline E-Mail an Peter senden Beiträge von Peter suchen Nehmen Sie Peter in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Peter in Ihre Kontaktliste ein
Tina Tina ist weiblich
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Zitat:
ja, ich habe bei dem "Im Wagen vor mir..." mitgesungen und gedacht, dass das halt noch Musik war... und die Welt noch in Ordnung...


Siehste, ich sags ja, so fängt es an. Und als nächstes findest du dann "Marina, Marina, Marina" total klasse...und dann denkst du, dass Freddy Quinn ja eigentlich doch ne ganz coole Sau war...es gibt kein Entkommen! großes Grinsen
06.09.2017 15:31 Tina ist offline Beiträge von Tina suchen Nehmen Sie Tina in Ihre Freundesliste auf
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Bei mir genau das Gegenteil. Mit zunehmendem Alter wende ich mich mehr "härteren Alternativen" zu. Mit meinem "süßen Musikgeschmack" von jüngeren Tagen kann ich nichts mehr anfangen. Man könnte auch sagen: Je tiefer der Sack hängt um so abgef****r brauche ich die Musik. - Fazit: Ich bin heute viel schwerer zu begeistern und "verzeihe" in Altersmilde musikalisch nichts. Darüberhinaus bin ich überglücklich nicht zur HochZeit des Hip-Hop in der Pubertät gewesen zu sein.

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Mehr als gar nichts, aber deutlich weniger als ein bisschen. Das muss drin sein.
06.09.2017 16:48 typewriter ist offline E-Mail an typewriter senden Homepage von typewriter Beiträge von typewriter suchen Nehmen Sie typewriter in Ihre Freundesliste auf
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Die Palette meines Musikgeschmacks hat sich mit zunehmenden Alter etwas vergrößert. Hinzugekommen ist z.B. Minimalmusik (Steve Reich, Philip Glass) oder auch Filmmusik. Was bei mir noch nie ging, sind Schlager und sogenannte Volksmusik. Dies wird sich voraussichtlich auch mit weiter zunehmenden Alter bei mir nicht ändern.

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06.09.2017 19:31 kaktus ist online Beiträge von kaktus suchen Nehmen Sie kaktus in Ihre Freundesliste auf
Tarantoga Tarantoga ist männlich
Crises


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Die Sache mit der Volksmusik ist ja auch hochinteressant.

Warum finden wir UNSERE Volksmusik so sch.... und sind gleichzeitig begeistert, wenn die Volksmusik "Folkmusic" heißt?

Das wäre eigentlich schon wieder ein Thema für einen ganz neuen Thread. (Aber ich will's ja nicht übertreiben ... Augenzwinkern )

Interessanterweise kann es ja nicht nur an der Fremdartigkeit der Folkmusic liegen, denn in den typischen Herkunftsländern finden die ja auch die Eingeborenen viel besser, als wir bei uns unsere Volksmusik.

Liegt es an der verschnarchten musikalischen Form oder an dem bei jungen Menschen "geächteten" Instrumentarium (Stichwort: Blasmusik) unserer Volksmusik. Oder an den transportieren Inhalten?

Letzteres könnte ich mir schon vorstellen. Wenn man sich zum Beispiel die irische oder schottische Volksmusik anschaut, geht es da oft um Auflehnung, Revolution und zivilen Ungehorsam.
Das ist schon ein anderer Schnack, als das Absingen von Erläuterungen, warum es am Rhein so schön oder warum der Äbbelwoi das beste Getränk ist.

Woran liegt's also, dass Volksmusik pfui und Folkmusic hui ist?

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06.09.2017 20:05 Tarantoga ist offline E-Mail an Tarantoga senden Homepage von Tarantoga Beiträge von Tarantoga suchen Nehmen Sie Tarantoga in Ihre Freundesliste auf
kaktus kaktus ist männlich
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Für mich liegt es schon zum Großteil an den Texten, also am Gesang, wenn die sog. heile Welt besungen wird.
Doch vielleicht gibt es bald mal mehr rein instrumentale (deutsche) Volksmusik, die sich mit unkonventionellem (ganz alten oder neuen) Instrumentarium anfreunden kann und somit für mich dann interessanter und hörbarer werden würde...

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06.09.2017 20:42 kaktus ist online Beiträge von kaktus suchen Nehmen Sie kaktus in Ihre Freundesliste auf
Shadow on the Wall Shadow on the Wall ist männlich
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Weil das eine musikalische Traditionen sind, in denen zum Beispiel das Überleben von Geschichten, religiösen Inhalten etc. ganz weit vorne stehen in der Motivation, und das andere lediglich eine Schlagervariante ist.

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06.09.2017 20:43 Shadow on the Wall ist offline E-Mail an Shadow on the Wall senden Beiträge von Shadow on the Wall suchen Nehmen Sie Shadow on the Wall in Ihre Freundesliste auf
XTW
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Zitat:
Original von Tarantoga
Warum finden wir UNSERE Volksmusik so sch.... und sind gleichzeitig begeistert, wenn die Volksmusik "Folkmusic" heißt?

Wahrscheinlich, weil zumindest die Volksmusik, die in unsäglichen Sendungen wie Musikantenstadl oder Lustige Musikanten kam, zu sehr "verschlagert" war. Zudem scheinen die Interpreten mit ihrem affigen Getue alle aus dem gleichen Klonlabor zu kommen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von XTW: 06.09.2017 20:43.

06.09.2017 20:43 XTW ist offline Beiträge von XTW suchen Nehmen Sie XTW in Ihre Freundesliste auf
beeceeell beeceeell ist männlich
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ich hab mich ja nun in den letzten 2 1/2 Jahrzehnten mehr als ausgiebig mit der - allerdings vorrangig alpenländischen - Volksmusik auseinandergesetzt. Bei mir war das so, dass ich in der Kindheit im Blöckflötenunterricht mit Landlern, Jodlern etc. drangsaliert wurde und später erst mal froh war, wie ich von der Flöte zur Orgel mit entsprechend "anspruchsvollerem" Lehrmaterial konfrontiert wurde. Aufgrund meiner steirischen Wurzeln kam ich aber immer wieder mit der - ursprünglichen, traditionellen Volksmusik in Verbindung und so fand ich anlässlich Besuchen beim Salzburger Adventsingen (das aber mittlerweile auch nicht mehr das ist was es einmal war) mehr und mehr gefallen an dem gehörten. Boarische, Landler, Jodler, mal heiter, dann wieder melancholisch. Irgendwie war das eine willkommene Abwechslung zur damals bei mir präsenten Musik der späten 80er und frühen 90er. Es gibt in der "klassischen" Volksmusik sehr schöne Stubenmusikstücke, die mit der Volksmusik, die im Musikantenstadl, bei F. Silbereisen und C. Nebel etc. nix zu tun haben. Klar ist "Diandl geh her zum Zaun" jetzt nicht das anspruchsvollste an Lyrik, im Grunde geht´s aber auch um nix anderes als bei Bruce Springsteens "I´m on fire":-)
Es gibt durchaus immer wieder Ansätze die Volksmusik neu aufzustellen. Ohne jetzt tatsächlich Volksmusik zu machen, basiert Haindlings Musik immer wieder auf der traditionellen Volksmusik (vor allem Soundtracks).
Dann war auch Hubert von Goisern während seiner Alpinkatzen Zeit ein interessanter Ansatz. Heute ist für mich Herbert Pixner der am kreativsten tätige der "neuen" Volksmusikszene. Servus TV ist mit dem Festival am Österreich bzw. Red Bull-Ring immer eine interessante Quelle, was neue Ansätze betrifft.

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Reichenstein 2165 - Musik zum Träumen, Entspannen oder einfach nur Anhören...
06.09.2017 21:08 beeceeell ist offline E-Mail an beeceeell senden Homepage von beeceeell Beiträge von beeceeell suchen Nehmen Sie beeceeell in Ihre Freundesliste auf
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